Das Magazin aus der FW-Landtagsfraktion
Florian Streibl, Susann Enders und Hans Friedl diskutierten in Garmisch-Partenkirchen unter anderem mit dem Landrat des Landkreises Garmisch-Partenkirchen Anton Speer (links im Bild)
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Aktionsbündnis Ländlicher Raum

Interessenausgleich zwischen Urlaubs-­ und Lebensraum schaffen

Nach der vielversprechenden Auftaktveranstaltung in Unterfranken hat unsere Fraktion im Rahmen des Formats „Aktionsbündnis Ländlicher Raum“ erstmals in Garmisch-Partenkirchen getagt. Bei dem Treffen ging es auch um die Frage, wie der Tourismus noch besser von der Digitalisierung profitieren kann.

Die Zugspitzregion ist ein Touristenmagnet: Deutschlands höchster Berg thront hier majestätisch über den Gemeinden Grainau und Garmisch-Partenkirchen und die umliegenden Gipfel und Seen bieten Erholungssuchenden allerhand Ausflugsmöglichkeiten. Doch gerade weil die Region stark frequentiert wird, braucht es einen fairen Interessenausgleich zwischen Besuchern und Einheimischen.

Mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene – so lautet unser Ziel.
 

Große Herausforderungen bestehen insbesondere im Bereich der Besucherlenkung. Um etwa örtliche Parkplatzüberlastungen zu vermeiden, kooperiert die Region Oberland mit der Bayern Tourismus Marketing GmbH (BayTM). Die BayTM betreibt einen Ausflugsticker, über den sich Touristen schon vor Anreise darüber informieren können, welche Einrichtungen geöffnet sind, wo es möglicherweise zu voll ist und welche Ausflugsalternativen es gibt. Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger sowie Umweltminister Thorsten Glauber wollen wir die Chancen der Digitalisierung in der Tourismusbranche künftig noch weiter ausbauen. Die als Datendrehscheibe geplante „BayernCloud“ soll dann einen noch einfacheren und schnelleren Informationsaustausch ermöglichen.

Aber die Region Garmisch-Partenkirchen steht noch vor weiteren Herausforderungen: Es mangelt nämlich an bezahlbarem Wohnraum. Für neue Bebauung gibt es wenig aktivierbare Fläche, gleichzeitig ist der Landkreis Garmisch-Partenkirchen Zuzugsregion für Zweitwohnungsbesitzer. Deshalb steigen die Immobilienpreise, während das Gehaltsniveau gerade im Dienstleistungssektor stagniert. Um dem zu begegnen, wollen wir ein Maßnahmenbündel auf den Weg bringen: So setzen wir uns für die Grunderwerbsteuerfreiheit der ersten selbstgenutzten Immobilie ein. Wegen der gerade in touristischen Regionen massiv gestiegenen Immobilienpreise fordern wir seit Langem auch eine Reform der Erbschaftsteuer.

Zudem wollen wir uns weiterhin für eine Entlastung bei der Versteuerungspflicht im Fall einer Entnahme von Grundstücken aus landwirtschaftlichem Betriebsvermögen starkmachen. Da die Region Oberland vom Tourismus lebt und wegen Corona aktuell überdurchschnittlich von Tagestouristen genutzt wird, muss auch der ÖPNV gestärkt werden. Mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene – so lautet unser Ziel.

#FRAG’FABIAN: Was ist das bayerische Aktionsbündnis?

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