Das Magazin aus der FW-Landtagsfraktion
Bei einem Besuch der Synagoge in Amberg haben sich der Fraktionsvorsitzende Florian Streibl (rechts im Bild) und der Kallmünzer Abgeordnete Tobias Gotthardt (links) mit dem Amberger Rabbiner Elias Dray über jüdisches Leben in Bayern ausgetauscht.
Aktuelle Herausforderungen in der Corona-Pandemie, der wachsende Antisemitismus in Deutschland sowie Maßnahmen zu seiner Bekämpfung: Darüber sprachen Dr. Josef Schuster und Fraktionschef Florian Streibl bei einem Austausch im Landtag.
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Gemeinsam gegen Antisemitismus

Fraktion im Gespräch

Besuch der Synagoge Amberg

Klares Bekenntnis zur Freundschaft mit den jüdischen Gemeinden in Bayern: Bei einem Besuch der Synagoge in Amberg haben sich der Fraktionsvorsitzende Florian Streibl und der Kallmünzer Abgeordnete Tobias Gotthardt mit dem Amberger Rabbiner Elias Dray über jüdisches Leben in Bayern ausgetauscht. 

Dabei berichtete der Rabbiner, dessen Gemeinde in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen feiert, auch von seinen eigenen Antisemitismus-Erfahrungen. In Berlin etwa habe er in einzelnen Stadtteilen nicht offen seine Kippa getragen, sondern sie unter einer Baseballkappe versteckt. Sein Rezept gegen Antisemitismus: Aufklärung, Begegnung, Akzeptanz. Mit Workshops, Festen, Konzerten oder auch Social Mediaversuche die jüdische Gemeinde, Mitmenschen zu erreichen und für jü-disches Leben zu interessieren. Bei dem Gespräch bekräftigten die Abgeordneten auch ihre Solidarität: Antisemitismus in Deutschland und in Bayern darf keinen Millimeter Raum bekommen – ganz gleich, ob er versteckt, islamistisch motiviert oder antisraelisch ist. Denn für uns als FREIE WÄHLER-Fraktion steht fest: Jüdisches Leben und jüdische Kultur haben ihren festen Platz in Bayern. 

Antisemitismus mit aller Härte begegnen

Der wachsende Antisemitismus in Deutschland und Maßnahmen zu seiner Bekämpfung: Über diese und weitere Themen haben der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, und Fraktionschef Florian Streibl bei einem Treffen im Landtag gesprochen.

Mit Blick auf die Corona-Pandemie erklärten beide, dass die Krise die Verbreitung antisemitischer Verschwörungsmythen verstärkt hat. Zwar ist nicht davon auszugehen, dass mehr Menschen antisemitisch eingestellt sind als vor der Pandemie. Aber mehr Menschen trauen sich, ihre antisemitischen Überzeugungen offen kundzutun. Gerade weil Judenfeindlichkeit immer auch ein Frühwarnsystem für gesellschaftliche Schieflagen ist, muss diese konsequent und nachhaltig bekämpft werden. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, das Judentum und die Geschichte der Juden in Deutschland stärker im Schulunterricht zu verankern – und jüdisches Leben im Fach Geschichte nicht auf den Holocaust zu reduzieren. Auch in der Erwachsenenbildung muss das Judentum breiteren Raum einnehmen. Doch auch den Glaubensgemeinschaften kommt bei der Bekämpfung des Antisemitismus eine wichtige Rolle zu, sofern diese ihr gemeinsames Wertesystem betonen und nicht ihre Unterschiede.


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