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Es bedarf deutlich mehr Biomasse – und deutlich mehr Flächen.
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Versorgungssicherheit dank Biomasse

Bayern braucht Sofortmaßnahmen ohne ideologische Scheuklappen

Der Krieg in der Ukraine führt zu erheblichen Versorgungsengpässen auch in Bayern. Eine Sofortmaßnahme, um der sich zuspitzenden Energiekrise und der sich abzeichnenden Lebensmittelverknappung Einhalt zu gebieten, sehen wir in der Produktion von mehr Biomasse.

Die Ukraine ist einer der größten Weizenlieferanten der Welt – zumindest bislang. Denn kriegsbedingt ist in diesem Jahr mit massiven Ernteausfällen zu rechnen, möglicherweise gar mit einem Totalausfall der kommenden Ernte. Die Folgen könnten nicht nur für die Hauptabnehmer auf dem afrikanischen Kontinent, sondern auch für Deutschland weitreichend sein. Immerhin exportierte die Ukraine zuletzt etwa 24 Millionen Tonnen Weizen, also etwa 11,5 Prozent des Weltmarktanteils beim Export. Beim Mais sind es sogar 33,5 Millionen Tonnen, was einem Weltmarktanteil von 17,2 Prozent entspricht.

Diese neue Situation verschärft ein Problem, das bereits seit Jahren besteht: die Flächenkonkurrenz zwischen Tank, Teller und Trog. Gemeint ist damit der bestehende Konflikt um die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen. Denn wenn auf Ackerland Energiepflanzen wie Mais, Raps oder auch Hirse angebaut werden, stehen diese Flächen nicht mehr für die Produktion von Lebens- oder Futtermitteln zur Verfügung. In dem Maße, wie die Nachfrage nach Bioenergie wächst, verschärft sich dieser Nutzungskonflikt.

Unsere Lösung in diesem Zusammenhang lautet: Es bedarf deutlich mehr Biomasse – und deutlich mehr Flächen. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen in Bayern schnellstens die Voraussetzungen geschaffen werden: Die Biogasproduktion muss forciert und alle verfügbaren Ackerflächen müssen bewirtschaftet werden – die vom Bund geplante Stilllegung von Flächen ab kommendem Jahr darf nicht umgesetzt werden.

Als FREIE WÄHLER-Fraktion sind wir überzeugt: Durch eine deutliche Steigerung der Produktion von Getreide, Mais und Biomasse könnte die Ernährungssicherheit gewährleistet werden – trotz des Wegfalls von Importen aus Osteuropa. Gleichzeitig könnte die Energieversorgung aufrecht erhalten bleiben – selbst wenn Energieimporte aus Russland wegbrechen sollten. Entscheidend ist, dass rasch die Weichen gestellt werden, damit die vorhandene und noch ungenutzte Biomasse erschlossen werden kann.


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