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Gewinnung von Solarstrom im afrikanischen Busch.
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Kommunale Klimapartnerschaften

Südliche Länder beim Klimaschutz unterstützen!

Dürre und Wetterextreme bedrohen die Existenz der Menschen in vielen Ländern des Südens. Kommunale Klimapartnerschaften sollen Solidarität wecken und Lösungen aufzeigen. Wir setzen uns dafür ein, dass künftig noch mehr bayerische Kommunen den Schulterschluss mit dem Süden suchen.

Für die Menschen in vielen südlichen Ländern der Erde stellt der Klimawandel eine gewaltige Herausforderung dar. So gehen etwa Klimaszenarien für Burkina Faso davon aus, dass die Durchschnittstemperatur dort bis zum Jahr 2050 um bis zu zwei Grad ansteigen wird. Gleichzeitig könnte die mittlere Niederschlagsmenge um bis zu 7 Prozent absinken. Auch Extremwetterereignisse wie Hitze, Dürre und Überschwemmungen bergen für die Menschen vor Ort unkalkulierbare Risiken. Ziel der kommunalen Klimapartnerschaften ist, den Menschen vor Ort zu helfen, sich an die veränderten Bedingungen so weit wie möglich anzupassen.

Statt auf Verbote müssen wir auf Innovation setzen und die vielfältigen ökonomischen Chancen, die in den ökologischen Herausforderungen liegen, begreifen und nutzen

Dabei erarbeiten deutsche Kommunen mit ihrer jeweiligen Partnerkommune Handlungsleitfäden zum Klimaschutz und setzen gemeinsame Projekte um. Darunter: großangelegte Renaturierungsprojekte, Bildungsmaßnahmen, Hilfe beim Brunnenbau, Investitionen in Schulen und Krankenhäuser, die Schaffung neuer Arbeitsplätze oder die Umwandlung bestehender Parkanlagen zu „Klimaparks“. Mit dieser Hilfe zur Selbsthilfe sollen die Akteure vor Ort befähigt werden, Klimaschutz­ und Klimaanpassungsmaßnahmen eigenständig umzusetzen.

Wir als FREIE WÄHLER-Fraktion wollen das Programm der Klimapartnerschaften deutlich ausbauen und ermutigen unsere bayerischen Kommunen, die internationale Zusammenarbeit im Bereich des Klimaschutzes weiter zu forcieren. Denn angesichts der jüngsten Flutkatastrophen in Deutschland und der verheerenden Waldbrände in Kalifornien und Südeuropa steht außer Frage, dass der Klimawandel längst Teil unserer Lebensrealität geworden ist. Deshalb müssen wir jetzt gegensteuern und dabei alle uns zur Verfügung stehenden Maßnahmen und Instrumente im Kampf gegen die Klimawende ausschöpfen. Statt auf Verbote müssen wir auf Innovation setzen und die vielfältigen ökonomischen Chancen, die in den ökologischen Herausforderungen liegen, begreifen und nutzen.

Den Ländern des Südens kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Denn dort wirkt sich der Klimawandel nicht nur deutlicher aus als in den gemäßigten Zonen. Meist fehlt es auch an den erforderlichen Ressourcen, um dem Klimawandel etwas entgegenzusetzen. Deshalb müssen wir verstärkt den Schulterschluss mit diesen Ländern suchen und sie bei der Bewältigung der Klimawende unterstützen. Gerade unsere bayerischen Kommunen stellen mit ihrem breiten Wissen, ihren belastbaren Netzwerken mit lokaler Wirtschaft, Kirchenverbänden und Vereinen sowie ihrer hohen Flexibilität ein enormes Potenzial für internationale Partnerschaften dar.


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