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STARKER LÄNDLICHER RAUM | DEZENTRALE ENERGIEWENDE

Für ein echtes Mehr an regionaler Wertschöpfung

Der dezentrale Ausbau von erneuerbaren Energien generiert zusätzliche Steuereinnahmen in den Kommunen, schafft Arbeitsplätze und verbessert die Kaufkraft in der Region. Weil davon insbesondere der ländliche Raum profitiert, unterstützen wir alle Maßnahmen, die zur dezentralen Energiegewinnung beitragen. Aktuell drängendstes Thema für uns: der Erhalt von Biomasse als wichtiger Eckpfeiler der Energiewende.

Wir wollen, dass erneuerbare Energien künftig die Hauptlast der heimischen Energieversorgung übernehmen. Damit kommt der Energie aus Biomasse eine wichtige Bedeutung zu: Sie liefert auch dann zuverlässig klimafreundlichen Strom, wenn Wind- und Solarenergie witterungsbedingt ausfallen. Zudem kann sie als fester, flüssiger oder gasförmiger Energieträger zur Verfügung gestellt werden. Bioenergie kann zur Erzeugung von Wärme und Strom eingesetzt werden sowie als Kraftstoff Verwendung finden. Damit ist sie die vielseitigste aller erneuerbaren Energieformen und ersetzt fossile Energieträger in besonders vielen Bereichen.

Umso wichtiger ist es, dass Energie aus Biomasse für die Erzeuger auch künftig rentabel bleibt. Denn aktuell zeichnet sich eine veritable Bioenergie-Krise ab: Mit der zum Dezember 2023 beendeten EEGAusschreibungsrunde für Biomasse war eine Ausschreibungsrunde erstmals mehr als dreifach überzeichnet. Der Ansturm rührt daher, dass viele bayerische Biogasanlagen in absehbarer Zeit ans Ende der zwanzigjährigen EEG-Vergütungsdauer kommen.

Begriffserklärung

Über| zeich | nung

Wenn bei einer Ausschreibungsrunde mehr Zeichnungswünsche eingehen, als Kapital vorhanden ist, spricht man von einer Überzeichnung. In diesen Fällen werden die vorliegenden Zeichnungswünsche entsprechend anteilig gekürzt oder nur ein Teil der Gebote findet Berücksichtigung.

Wegen der enorm gestiegenen Kosten für Einsatzstoffe sind die Anlagen jedoch ohne eine angepasste EEG-Vergütung nicht auskömmlich zu betreiben. Dadurch droht eine großflächige Stilllegung von Biogasanlagen – und das möchten wir unbedingt verhindern. Deshalb ist eine Anpassung der Rahmenbedingungen durch den Bund dringend erforderlich. Die Novelle des EEG im Jahr 2024 bietet dazu die passende Gelegenheit.

Konkret fordern wir dabei nicht nur eine grundlegende Neuausrichtung der EEG-Biomasseausschreibungen, sondern auch eine massive Anhebung der Ausschreibungsvolumina. Es darf nicht soweit kommen, dass gesicherte Leistung aus Biogasanlagen im großen Stil vom Netz geht und Investitionen in neue Anlagen unterbleiben, weil der Bund untätig bleibt.

Nachbesserungsbedarf sehen wir in diesem Zusammenhang auch bei der jüngst vorgestellten Kraftwerkstrategie der Ampelregierung. Es ist mehr als enttäuschend, dass im Strategiepapier kein Wort zum Ausbau von flexiblen Biogaskraftwerken steht. Insgesamt verfestigt sich der Eindruck, dass Berlin die Potenziale der Bioenergie ignoriert – für uns als FREIE WÄHLER-Fraktion ist das völlig unverständlich. Gerade in Zeiten der Energieknappheit kommt es auf jede einzelne Kilowattstunde aus erneuerbaren Energien an.


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