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STAR­KER LÄND­LICHER RAUM | RE­AKTI­VIER­UNG VON BAHN­STRECKEN

COMEBACK DER SCHIENE

Die Reaktivierung stillgelegter Bahnstrecken würde sich vielerorts lohnen. Das belegen zahlreiche Machbarkeitsstudien. Deshalb sorgen wir überall dort für ein Comeback der Schiene, wo dies sinnvoll ist. Jüngster Erfolg: Der Regelbetrieb für die Bahnstrecke Gotteszell–Viechtach kommt.

In Bayern wurden in den vergangenen Jahrzehnten etliche Bahn-Nebenstrecken stillgelegt, weil sie als nicht mehr rentabel galten – dabei waren sie jahrzehntelang ein wichtiger Bestandteil ländlicher Mobilität. Und sie könnten künftig wieder eine wichtige Rolle spielen, um ländliche Räume zu erschließen – wenn wir uns trauen, stillgelegte Bahnstrecken dort zu reaktivieren, wo eine solche Maßnahme sinnvoll und möglich ist.

Insbesondere die gegenüber dem Individualverkehr bessere CO2-Bilanz der Bahn spricht für eine Reaktivierung stillgelegter Strecken. Wer den Klimaschutz ernst nimmt, muss der Bahn eine gewichtige Rolle zuweisen. Gleichzeitig wissen wir um die große Bedeutung des Autos in ländlichen Regionen. Uns geht es deshalb darum, brauchbare und alltagstaugliche Ergänzungen zum Individualverkehr anzubieten.

Gerade abseits der Zentren muss der öffentliche Nahverkehr attraktiver werden. Der Schienenverkehr ist dabei ein zentraler Baustein.

Aktuelles Beispiel für eine berechtigte Reaktivierungsmaßnahme ist die Bahnstrecke Gotteszell–Viechtach im niederbayerischen Landkreis Regen. Die 1890 eröffnete Trasse gehört nicht nur zu einer der landschaftlichschönsten Bahnstrecken Deutschlands mit enormer touristischer Anziehungskraft, sondern spielt auch eine zentrale Rolle für den Verkehr in der Region. Wir werten es deshalb als großen Erfolg, dass die langjährige Hängepartie des Probebetriebs noch in diesem Jahr endet und vom Regelbetrieb abgelöst werden soll – ein wichtiges Signal für den Landkreis Regen und die gesamte Region.

Gleichzeitig ist die Bahnstrecke Gotteszell–Viechtach ein gutes Beispiel, um das 1.000er-Kriterium auf den Prüfstand zu stellen. Denn für die Wiederbelebung einer Bahnstrecke gilt derzeit in Bayern, dass sie werktags von mindestens 1.000 Fahrgästen genutzt werden muss. Dieses Kriterium ist aber nicht umfassend genug, weil es den Güterverkehr, die positive Klimabilanz und den Zubringereffekt für andere Bahnstrecken völlig außer Acht lässt.

Gerade im ländlichen Raum sind hohe Fahrgastzahlen wegen der geringeren Bevölkerungsdichte schwerer zu erreichen als in Ballungsräumen. Doch insbesondere abseits der Zentren muss der öffentliche Nahverkehr attraktiver werden. Der Schienenverkehr ist dabei ein zentraler Baustein. Wir setzen uns deshalb dafür ein, dass die betroffenen Bürgerinnen und Bürger vor Ort viel stärker als bislang Einfluss nehmen und mitgestalten können.


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