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Für eine flächendeckende Krankenhausstruktur

Statt Schließungen: kleinere Krankenhäuser in Intersektorale Gesundheitszentren umwandeln

Ein Gutachten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) belegt: Der Umbau defizitärer Klinikstandorte zu ambulanten Zentren – sogenannten „Intersektoralen Gesundheitszentren“ – mit erweitertem Betreuungsangebot wäre sinnvoll, um die Versorgung in ländlichen Regionen sicherzustellen.

Mit den IGZ könnten wir den Patienten eine echte Alternative zum Krankenhaus bieten und die Lücke zwischen der teuren, medizinisch nicht erforderlichen, vollstationären Versorgung und dem ambulanten Pflegedienst schließen.

Viele kleine Krankenhäuser, insbesondere in ländlichen Regionen, kämpfen ums Überleben. Damit diese Kliniken nicht schließen müssen, gilt es, die Standorte so umzubauen, dass die Versorgung vor Ort erhalten bleibt und gleichzeitig Kapazitäten besser genutzt werden können. Wir als FREIE WÄHLER- Fraktion sind überzeugt, dass durch die Umwandlung der Einrichtungen in Intersektorale Gesundheitszentren, kurz IGZ, viele Standorte erhalten bleiben könnten. 

Das Angebot dieser Zentren umfasst das klassische ambulante Leistungsportfolio, verfügt aber gleichzeitig über eigene Bettenabteilungen, in denen Patienten bei Bedarf für maximal fünf Tage eine pflegerische Rund-um-die-Uhr-Betreuung erhalten könnten. Die IGZ würden eine allgemeinmedizinische, internistische sowie chirurgische Grundversorgung anbieten, die bei Bedarf modular erweitert werden kann, etwa durch Kooperationen mit niedergelassenen Ärzten. Dadurch stünde ein niederschwelliges und an den Bedürfnissen vieler Patienten orientiertes Angebot der ärztlichen Überwachung und Pflege zur Verfügung – jedoch ohne die gleichen Kosten zu verursachen wie der klassische Klinikaufenthalt.

Die IGZ könnten deshalb eine Win-win-Situation für alle Beteiligten schaffen: die Erhaltung von Standorten sowie Arbeitsplätzen in den Kommunen, eine finanzielle Entlastung der Träger, die keine Defizite mehr ausgleichen müssen, sowie eine bedarfsgerechtere Versorgung der Bürgerinnen und Bürger. Dazu bedarf es allerdings entsprechender rechtlicher Anpassungen: Denn wenn bisher stationäre Leistungen künftig in einem IGZ ambulant erbracht werden, müssen auch die Budgets und Arztkapazitäten entsprechend angepasst wer-den. 

Wir als FREIE WÄHLER-Fraktion sind überzeugt: Mit den IGZ könnten wir den Patienten eine echte Alternative zum Krankenhaus bieten und die Lücke zwischen der teuren, medizinisch nicht erforderlichen, vollstationären Versorgung und dem ambulanten Pflegedienst schließen. Wir sehen die IGZ deshalb auch als Chance, die wohnortnahe Versorgung insbesondere in ländlichen Regionen zu sichern. Mit einem Antrag haben wir die Staatsregierung deshalb aufgefordert, zu überprüfen, wie die IGZ in die bayerische Krankenhausstruktur implementiert werden könnten, und sich auf Bundesebene für die Schaffung der erforderlichen Rechtsgrundlagen und Finanzierungsmodalitäten einzusetzen. 


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