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Wie kann eine bessere und schnellere Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt gelingen? Darüber diskutierte Alexander Hold mit seinen Gästen.
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Online-Event „Blickpunkt B@yern“

Landtagsvize Alexander Hold diskutiert über Integration

Integration gelingt am besten durch Ausbildung und Beschäftigung. Doch einer Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung zufolge wird es Geflüchteten in Deutschland bislang schwer gemacht, zu arbeiten, dauerhafte Arbeit zu finden oder eine Ausbildung abzuschließen. Die Corona-Pandemie hat die ohnehin angespannte Situation weiter verschärft. Was ist zu tun?

„Flüchtlinge bieten vielfältige Potenziale für unseren Arbeitsmarkt, auch im Hinblick auf einen in immer mehr Branchen und Regionen absehbaren Fachkräftemangel sowie den demografischen Wandel.“

Darüber sprach Landtagsvizepräsident und der asylpolitische Fraktionssprecher Alexander Hold beim Online-Event „Blickpunkt B@yern“ mit Indra BaierMüller, FREIE WÄHLER-Landrätin des Landkreises Oberallgäu, und Josefine Steiger, Regionalkoordinatorin für das bundesweite Projekt VerA des Senior Experten Service (SES).

Die schwierige Arbeitsmarktsituation für Geflüchtete liegt vor allem an der Migrationspolitik: Diese hängt – allen gegenteiligen Beteuerungen zum Trotz – die gesetzlichen Hürden für eine Integration so hoch, dass selbst gut ausgebildete beziehungsweise ausbildungswillige Flüchtlinge diese kaum erfüllen können. Vor allem Handwerksbetriebe und Unternehmen in Produktion und Handel klagen über die rechtlichen und praktischen Stolpersteine auf dem Weg, gut motivierte Menschen mit Fluchthintergrund auszubilden und zu integrieren. Doch auch der Hotellerie und Gastronomie fehlen nach monatelangem Corona-Lockdown Bewerberinnen und Bewerber für Ausbildungen und feste Arbeitsplätze.

Dabei bieten Flüchtlinge vielfältige Potenziale für unseren Arbeitsmarkt, auch im Hinblick auf einen in immer mehr Branchen und Regionen absehbaren Fachkräftemangel sowie den demografischen Wandel. Zudem ist die Möglichkeit, einer beruflichen Tätigkeit nachzugehen, um seinen eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten, einer der wichtigsten Schlüsselfaktoren für eine erfolgreiche Integration – nach dem Erwerb der deutschen Sprache.

Wir als FREIE WÄHLER-Fraktion setzen uns daher für Erleichterungen ein. Dazu gehören beispielsweise eine offensivere und einheitliche Anwendung der 3+2-Regel. Diese Regelung gestattet es Geflüchteten, die eine Ausbildung in Deutschland begonnen haben und die rechtlichen Voraussetzungen erfüllen, die Ausbildung abzuschließen und eine zweijährige Anschlussbeschäftigung auszuüben, auch nachdem ihr Asylantrag abgelehnt wurde. Daneben halten wir Erleichterungen beim Visumverfahren für afghanische Staatsangehörige für dringend geboten. Denn unsere heimische Wirtschaft braucht diese Fachkräfte, die Deutsch gelernt und sich umfassend integriert haben, dringend.


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