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Wie groß ist der Online-Hass und welche Folgen hat Hatespeech für Betroffene? Darüber diskutierte Dr. Fabian Mehring mit seinen Gästen beim Online-Event „Blickpunkt B@yern“.
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Online-Event „Blickpunkt B@yern“

Dr. Fabian Mehring setzt sich mit dem Thema - Hass im Netz - auseinander

Verleumdung, Bedrohung und Beleidigung: Das Internet bietet in vielerlei Hinsicht einen Nährboden für Hassnachrichten und für rassistische, sexistische und antisemitische Anfeindungen. Doch immer häufiger bleibt es nicht allein bei verbalen Attacken. Spätestens dann wird digitale Hasskriminalität für viele engagierte Menschen zur unerträglichen Belastung – auch offline.
 

Wen trifft Online-Hass am stärksten und wie sollten sich Opfer von Hatespeech verhalten? Und wie kann grundsätzlich wieder mehr Achtung und Respekt in die Online-Kommunikation einziehen? Darüber sprach der Parlamentarische Geschäftsführer Dr. Fabian Mehring mit Indra Baier-Müller, Landrätin des Landkreises Oberallgäu, und Josephine Ballon, Head of Legal bei HateAid.

Hatespeech ist kein ganz neues Phänomen, hat während der Corona-Pandemie allerdings deutlich zugenommen. Denn ein Gutteil der öffentlichen Meinungsbildung hat sich durch die Kontaktbeschränkungen in den digitalen Raum verlagert. Das Problem dabei: Anders als am Stammtisch oder auf dem Sportplatz wird dort oft anonym und ohne ein soziales Korrektiv argumentiert. Zeitgleich hetzen Verschwörungstheoretiker, Corona-Leugner und Rechtsextreme gezielt gegen Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen, und betreiben konzertierte Desinformation.
 

„Rechtsstaat und Meinungsfreiheit enden nicht vor der Tastatur.“
 

Die Folge: Mehr und mehr Menschen ziehen sich aus Angst davor, selbst zur Zielscheibe zu werden, zurück. Sie äußern sich kaum noch öffentlich, weil das Internet für sie kein sicherer Ort mehr ist. Besonders betroffen sind auch Personen, die Verantwortung für den Freistaat und seine Menschen tragen. Schon ein Fünftel der Bürgermeister hat aus Sorge um die eigene Sicherheit oder die der Familie über einen Rückzug aus der Politik nachgedacht.

Als FREIE WÄHLER-Fraktion wollen und können wir es nicht akzeptieren, wenn im Internet an den Grundpfeilern unserer freiheitlichen Grundordnung gegraben wird – schließlich enden Rechtsstaat und Meinungsfreiheit nicht vor der Tastatur. Stattdessen bedarf es verlässlicher Mechanismen, welche die Einhaltung unserer Regeln auch in neuen Kommunikationswegen sicherstellen. Betroffene verdienen Anlaufstellen und jede denkbare Form von aktiver Unterstützung. Gleichzeitig muss der Rechtsstaat in die Lage versetzt werden, strafrechtlich relevante Hatespeech-Attacken konsequent zu verfolgen und zu ahnden. Denn der Kampf für eine Kultur des Respekts ist der beste Schutz unserer Demokratie.

Welche persönlichen Erfahrungen mit Hass im Netz gibt es?

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