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Wie können Kinder Internetangebote nutzen, ohne dass ihre besonderen Schutzbedürfnisse kompromittiert und ihre Unerfahrenheit ausgenutzt wird? Darüber diskutierte Gabi Schmidt beim Online-Event „Blickpunkt B@yern“ mit ihren Gästen.
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Online-Event „Blickpunkt B@yern“

Gabi Schmidt spricht über die frühe Förderung der Medienkompetenz bei Heranwachsenden

Immer mehr Kinder und Jugendliche sind als Influencer auf Instagram, YouTube oder TikTok aktiv. Sie haben Tausende von Followern und werden für ihre Posts bezahlt. Sogar Kinder im Grundschulalter bewerben mittlerweile einschlägige Produkte – mit Einwilligung und meist auch tatkräftiger Mitarbeit der Eltern. Ist das aber in jedem Alter okay?
 

Bei unserem Online-Event „Blickpunkt B@yern“ diskutierte Gabi Schmidt, Sprecherin für Kinder und Mitglied der Kinderkommission des Landtags, mit Prof. Dr. Roland Rosenstock, Lehrstuhlinhaber für Praktische Theologie an der Universität Greifswald, und Dipl.-Psych. Christa Gebel, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Medienpädagogik an der Universität Bamberg, über den schmalen Grat zwischen Spaß und Arbeit.

Der weitaus überwiegende Anteil an Kindern und Jugendlichen nutzt die sozialen Netzwerke vor allem, um mit Freunden in Kontakt zu bleiben und positives Feedback zu erhalten. Häufig orientieren sie sich in ihrem Auftreten an Social-Media-Stars und geben sich viel Mühe mit ihren Kanälen. Problematisch wird es allerdings, wenn die Hoffnung auf eine große Fangemeinde und damit auf finanziellen Gewinn zum Hauptmotiv der Kinder und ihrer Eltern wird.

Denn Kinder-Influencer präsentieren sich und ihren Alltag einem potenziellen Millionenpublikum – obwohl sie häufig noch nicht reflektieren können, welche Informationen sie dabei von sich preisgeben. Die Folgen
dieser Selbstdarstellung können vielfältig sein: Verlust des Wertes der Privatsphäre, emotionaler Druck durch die Verantwortung für den Kanalerfolg bis hin zum Mobbing.

Ziel von uns FREIEN WÄHLERN im Bayerischen Landtag ist es, die Medienkompetenz Heranwachsender bereits frühzeitig zu fördern – aber auch die der Eltern.“
 

Ziel von uns FREIEN WÄHLERN im Bayerischen Landtag ist es daher, die Medienkompetenz Heranwachsender bereits frühzeitig zu fördern – aber auch die der Eltern. Denn häufig werden die Risiken der öffentlichen Präsenz unterschätzt oder die Rechte der Kinder missachtet. Vielen Eltern ist auch gar nicht bewusst, dass sich aus Perspektive des Jugendmedienschutzes vielfältige Herausforderungen ergeben.

Hier kann Medienkompetenzförderung viel bewirken. Ziel muss sein, Eltern und Kinder für Themen wie Kinderrechte, Kinderschutz, Persönlichkeitsrechtsverletzung sowie den Schutz der Privatsphäre zu sensibilisieren, aber auch die Gestaltung der Plattformen und der rechtliche Rahmen sind wichtig. Für all diese Belange werden wir uns im Landtag einsetzen und noch in diesem Jahr entsprechende Initiativen einbringen.

Was sind eigentlich Influencer?

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