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Nur wenn attraktive Nutzungsalternativen zur Verfügung stehen und der Umstieg durch eine langfristige Förderung unterstützt wird, können die Bauern beim Moorschutz mit ins Boot geholt werden
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Bayerische Moorschutzstrategie

Landwirte beim Moorschutz mit ins Boot holen

Moore sind echte Klimaretter: Sie speichern mehr Kohlenstoff als jedes andere Ökosystem der Welt und weil sie zu 95 Prozent aus Wasser bestehen, spielen sie auch eine wichtige Rolle im Wasserhaushalt. Um die bayerischen Moore für zukünftige Generationen zu bewahren, hat das Umweltministerium die Mittel für deren Renaturierung deutlich aufgestockt. Jetzt gilt es im nächsten Schritt, die Landwirte mit ins Boot zu holen.

Die Kombinationshaltung kombiniert die Anbindehaltung mit einem großzügigen Maß an Bewegung und mit Tierwohlmaßnahmen. Darauf hatten sich 2019 die Bayerische Staatsregierung mit den landwirtschaftlichen Betrieben und der Milchbranche verständigt. Grundlage waren wissenschaftliche Erkenntnisse der Bayerischen Landesanstalt für Landwirtschaft zur artgerechten Rinderhaltung. Demnach wird den Tieren an mindestens 120 Tagen im Jahr Auslauf ins Freie ermöglicht – und das mindestens zwei Stunden täglich. Möglich ist eine Reduzierung auf 90 Tage Auslauf – vorausgesetzt, dass Betriebe im Stall besondere Maßnahmen zur Verbesserung des Tierwohls nachweisen können.

Von dieser Regelung profitieren all jene Betriebe in Bayern, die ihre Kühe einen Teil des Jahres auf Weiden treiben, aber keinen neuen großen Laufstall bauen können. Sei es, weil dieser zu teuer ist oder weil das Baurecht ihnen diese Möglichkeit schlicht nicht einräumt. Durch die Kombinationshaltung verschaffen diese Betriebe ihren Rindern so oft wie möglich Auslauf und bestoßen gleichzeitig die Almen im Sommer mit ihrem Jungvieh. Dadurch leisten sie einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft im Offen- und Bergland und zur Bewahrung der Artenvielfalt. Gute Gründe also, an der Kombinationshaltung festzuhalten.


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