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Schweinepreis-Krise: Ohne staatliche Unterstützung stehen viele Schweinehalter vor dem Aus

Absatzschwierigkeiten und Preisverfall: Für Schweinehalter ist die Marktlage alles andere als rosig. Mit vielen Einzelmaßnahmen wollen wir den Schweinebauern in Bayern durch diese schwere Zeit helfen.

1,23 Euro kostet derzeit ein Kilogramm Schweinefleisch. Anfang 2020 lag der Preis im Schnitt noch bei 2,03 Euro

Blickt man auf die Entwicklung des Schweinefleischpreises, wird offensichtlich, wie desolat die Situation bereits ist. Kostete ein Kilo Schweinefleisch Anfang 2020 im Schnitt noch 2,03 Euro, liegt der Preis mittlerweile bei 1,20 Euro. Die Folge: Landwirte machen derzeit bei jedem Verkauf Verlust. Die Konsumenten spüren von diesem Preisverfall indes nichts: In Supermärkten und Discountern sind die Preise für Endkunden im gleichen Zeitraum sogar leicht gestiegen. Einziger Gewinner des Preisdumpings ist – wie so oft – der Einzelhandel.

Die Ursachen des Preisverfalls sind vielfältig und tiefgreifend – und ohne staatliche Unterstützung für viele Schweinehalter nicht zu bewältigen. Zum einen ist der Export von Schweinefleisch in viele Drittländer infolge der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht mehr möglich gewesen. Zum anderen hat die Schließung von gastronomischen und kulturellen Angeboten während der Corona Pandemie zu einem sinkenden Absatz geführt. Hinzu kommen steigende Erwartungen an den Tier­ und Klimaschutz: Landwirte sollen ihre Ställe umbauen, mehr Auslauf ermöglichen und umweltschonender wirtschaften. Das alles kostet Geld und setzt die Betriebe zusätzlich unter Druck – die steigende Nachfrage nach vegetarischen und veganen Fleischersatzprodukten tut ihr Übriges.

Die Ursachen des Preisverfalls sind vielfältig und tiefgreifend – und ohne staatliche Unterstützung für viele Schweinehalter nicht zu bewältigen. Zum einen ist der Export von Schweinefleisch in viele Drittländer infolge der Afrikanischen Schweinepest (ASP) nicht mehr möglich gewesen. Zum anderen hat die Schließung von gastronomischen und kulturellen Angeboten während der Corona Pandemie zu einem sinkenden Absatz geführt. Hinzu kommen steigende Erwartungen an den Tier­ und
Klimaschutz: Landwirte sollen ihre Ställe umbauen, mehr Auslauf ermöglichen und umweltschonender wirtschaften. Das alles kostet Geld und setzt die Betriebe zusätzlich unter Druck – die steigende Nachfrage nach vegetarischen und veganen Fleischersatzprodukten tut ihr Übriges.

Wir müssen jetzt handeln – sonst steht uns eine neue Welle des Höfesterbens ins Haus.

Deshalb müssen wir jetzt handeln – sonst steht uns eine neue Welle des Höfesterbens ins Haus. Kurzfristig haben wir die zuständigen Behörden veranlasst, schweinehaltende Betriebe schnellstmöglich über die Modalitäten zur Gewährung von Überbrückungshilfen bei coronabedingten Umsatzausfällen zu informieren. Zudem sollen baurechtliche Erleichterungen beim Umbau von Stallanlagen geprüft werden. Auch eine Lieferkette „Schwein“ für bayerische Qualitätsschweine soll auf den Weg gebracht werden, um den bayerischen Schweinehaltern eine langfristige Perspektive zu geben. Außerdem wird die Staatsregierung für das Jahr 2022 die Beiträge zur Tierseuchenkasse für die Ferkelerzeuger in voller Höhe übernehmen.

Daneben ist auch eine längerfristige Förderung der Betriebe dringend nötig. Um die Betriebe beim gesellschaftlich geforderten Umbau der Tierhaltung zu begleiten, sollen Zuchtsauenhalter deshalb schon ab 2022 durch das neue „Bayerische Programm Tierwohl“ (BayProTier) unterstützt werden. Das Programm soll – nach Genehmigung durch die EU – voraussichtlich Mitte 2022 anlaufen – mit einer Summe von zunächst sechs Millionen Euro, die in den Folgejahren auf bis zu 50 Millionen Euro anwachsen soll.


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