Münchens Olympia-Bewerbung

Eine historische Chance für Bayern

Wer wird das Rennen machen? Berlin, Rhein-Ruhr oder München? Im Herbst wird der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) beschließen, mit welchem Bewerber er in das internationale Auswahlverfahren um die Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Sommerspiele ab 2036 geht. Im Innenausschuss haben wir uns mit Experten des organisierten Sports sowie Athletinnen und Athleten über das Bewerbungskonzept, die Chancen für den Freistaat sowie weitere Schritte ausgetauscht – und wurden darin bestätigt, wofür wir uns in den letzten Jahren mit aller Kraft eingesetzt haben.

Seitens der Fraktion sind wir überzeugt, dass die Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 in München ausgetragen werden sollten. Die Vorteile liegen auf der Hand: Durch die in den frühen 1970er-Jahren entstandenen Sportstätten im Olympiapark als Zentrum der geplanten Spiele kann weitestgehend auf bereits bestehende Sportanlagen zurückgegriffen werden. Das geplante olympische Dorf im Münchner Nordosten würde zudem im Sinne eines One-Village-Konzepts für kurze Reisewege zwischen Dorf und Spielstätten sorgen.

Zudem punktet München mit jahrzehntelanger Erfahrung bei der Ausrichtung von Sportgroßveranstaltungen, etwa bei den Olympischen Spielen 1972, den European Championships 2022 oder zuletzt während der Fußball-Europameisterschaft 2024 und dem Champions-League-Finale 2025. Auch die Münchnerinnen und Münchner haben durch ihr klares Ja beim Bürgerentscheid im vergangenen Oktober deutlich gemacht, dass sie hinter der Bewerbung stehen.

Olympische und Paralympische Spiele können Menschen begeistern, Generationen verbinden und wichtige Impulse für Infrastruktur, Ehrenamt und gesellschaftliche Teilhabe setzen. Ein solches Sportgroßereignis würde Verkehr und Digitalisierung voranbringen, neuen Wohnraum und Arbeitsplätze schaffen. Die Spiele würden außerdem ein Signal an die junge Generation aussenden, denn sie wird für die Zukunft von Vereinssport und Ehrenamt dringend benötigt. Die Olympia-Bewerbung Münchens ist deshalb mehr als ein sportliches Großprojekt, sie ist eine historische Chance für Bayern.

Für uns steht daher fest: Egal, ob Freiwasserschwimmen im Starnberger See, Beachvolleyball auf der Theresienwiese oder Dressurreiten im Nymphenburger Schlosspark – München und seine Umgebung bieten eine würdige Kulisse und als Stadt des Oktoberfests und des FC Bayern auch die internationale Strahlkraft, um sich im Wettbewerb mit den Bewerbungen aus anderen Ländern durchzusetzen. Daher stehen wir hinter der Bewerbung der bayerischen Landeshauptstadt und setzen uns weiterhin dafür ein, 2036, 2040 oder 2044 im Freistaat ein weiß-blaues Fest der Völkerverständigung und des Sports zu veranstalten.