Moderne Sensortechnik als­
Lebensretter
Immer häufiger haben wir es mit Extremwetter und infolgedessen mit Hochwasser oder Starkregen zu tun. Das Umweltministerium unternimmt deshalb viel, um Bayerns Gemeinden davor zu schützen – mit Deichen, Dämmen, modernsten Pump- und Entwässerungssystemen sowie Flutpoldern. Neben baulichen Maßnahmen sind aber auch Frühwarnsysteme wichtig, um Unwetter und Hochwasser noch besser vorhersagen zu können. Und dabei spielen hochmoderne Wettersensoren – wie im Bild zu sehen – eine essenzielle Rolle.
Zum Einsatz kommen sie in Kürze etwa an der Paar, einem Nebenfluss der Donau. Um die Menschen dort besser vor Hochwasser zu schützen, hat sich die Arbeitsgemeinschaft Solidarischer Hochwasserschutz e.V. (ARGE) gegründet, der mittlerweile 27 Städte und Gemeinden aus den vier Landkreisen Pfaffenhofen a.d. Ilm, Neuburg-Schrobenhausen, Aichach-Friedberg und Landsberg am Lech angehören.
Ziel des interkommunalen Zusammenschlusses ist der Aufbau eines KI-gestützten Echtzeit-Frühwarnsystems, um Hochwasserlagen zu identifizieren und die Bevölkerung frühzeitig zu warnen. Hierbei erfassen Sensoren lokale Wetterdaten – darunter Niederschlagsmenge, Temperatur, Windrichtung, Pegelstände sowie Bodenfeuchte. Zudem fließen meteorologische Daten des Deutschen Wetterdienstes in das System ein. Eine KI analysiert die erhobenen Daten in Echtzeit und schafft daraus ein virtuelles Abbild der realen Welt – einen „digitalen Zwilling" des Flusses Paar. Überschreiten die erhobenen Daten kritische Grenzwerte, alarmiert das Frühwarnsystem Einsatzkräfte und Bevölkerung.
Für uns als FREIE WÄHLER-Fraktion ist klar: Wir müssen innovativ an das Thema Hochwasserschutz herangehen und uns neueste Technologien zunutze machen – und genau das tut das Frühwarnsystem. Es ermöglicht präzisere Prognosen, schnellere Warnungen sowie eine bessere Planung von Schutzmaßnahmen. Auf diese Weise werden Bevölkerung, Bauwerke und unsere Heimat noch effektiver geschützt.
Um dieser beispielgebenden Initiative für ganz Bayern weiteren Rückenwind zu geben, kommen in diesem Jahr zwei Millionen Euro aus unseren Fraktionsinitiativen gleich zwei Projekten der ARGE zugute. Damit leisten wir einen gewichtigen finanziellen Beitrag zum Aufbau einer flächendeckenden Datenerfassung, die die Grundlage dafür bildet, dass langfristig landesweit belastbare Echtzeitdaten für ganz Bayern zur Verfügung stehen werden.