UNSERE RESOLUTION

WEICHEN FÜR ALTERSGERECHTES WOHNEN ZUHAUSE STELLEN

Schon heute ist jeder fünfte Mensch in Bayern mindestens 65 Jahre alt. Künftig werden noch mehr ältere Menschen im Freistaat leben – und damit wird auch der Bedarf nach Pflege- und Unterstützungsleistungen steigen. Angesichts dieser demografischen Entwicklung wollen wir die Weichen für ein altersgerechtes Bayern der Zukunft stellen – und haben dazu mittels Resolution einen nachhaltigen Kurswechsel in der Pflege- und Wohnpolitik eingefordert.

Unser erklärtes Ziel als Fraktion ist, dass ältere Menschen so lange wie möglich in ihrem vertrauten Umfeld wohnen bleiben können. Doch dazu müssen die Strukturen vor Ort seniorengerecht sein. Seniorengerechte Quartierskonzepte sind ein zentraler Baustein für Städte und Gemeinden, um in Abhängigkeit von den bestehenden Ressourcen und Rahmenbedingungen Strukturen zu entwickeln, die an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst sind und ihnen ein selbstbestimmtes, würdevolles Altwerden zuhause im gewohnten Umfeld – auch bei Pflegebedarf – ermöglichen.

Wir wollen die verfügbaren Mittel aus dem Landespflegegeld daher künftig gezielt und dauerhaft in die Stärkung solcher Quartierskonzepte investieren. Denn diese lohnen sich – nicht nur volkswirtschaftlich, sondern vor allem menschlich. Im Zentrum der Konzepte steht der Wunsch vieler älterer Menschen, möglichst lange in den eigenen vier Wänden – und damit mitten in der Gesellschaft – bleiben zu können. Statt erst im Krisenfall zu reagieren, muss die Versorgung vom sozialen Raum aus gedacht und frühzeitig organisiert werden.

Quartierskonzepte können hierbei ein wichtiges Instrument für die Kommunen sein: Sie schaffen die Grundlage zur Entwicklung von generationengerechten Lebensräumen mit einem starken Netzwerk aus professionellen Diensten, Angehörigen und engagierten Nachbarn. Das verbessert nicht nur das Pflegeangebot, sondern auch die Lebensqualität im gesamten Quartier. Wichtig dabei: geleistet wird, was geleistet werden kann. Dazu orientiert sich die Größe eines Quartiers flexibel an der örtlichen Struktur – vom Stadtviertel bis zur ländlichen Gemeinde.

Wichtig ist in diesem Zusammenhang aber auch eine Entbürokratisierung der Förderlandschaft. Aktuell existieren mit den Richtlinien „Selbstbestimmt Leben im Alter“ und der „GutePflegeFöR“ zwei neben­einanderstehende Programme mit ähnlichen Zielsetzungen. Wir wollen beide Richtlinien zusammenführen, um Synergien zu schaffen, Verwaltungsaufwand zu reduzieren und die Förderpraxis klarer und zugänglicher zu gestalten.